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Deckblatt für einen Praktikumsbericht

Einen Praktikumsbericht zu verfassen kann eine aufwändige Aufgabe sein. Man ringt um die richtigen Worte und Formulierungen und versucht, den Bericht möglichst authentisch, aber auch informativ wirken zu lassen. Leider vergessen viele Autoren, dass zu einem gelungenen Praktikumsbericht auch ein übersichtliches, gut gestaltetes Deckblatt gehört.

1. Die Bedeutung des Deckblatts

Dem Deckblatt kommt eine besondere Bedeutung zu, fungiert es doch als „Türöffner“ in den Praktikumsbericht. Es sollte dem Leser Lust auf die Lektüre des Berichts machen, gleichzeitig aber auch wichtige Informationen liefern. Es sollte sowohl zur Art des besuchten Unternehmens als auch zum Rahmen, in welchem der Bericht verfasst und abgegeben wird, passen.

Ein schön gestaltetes Deckblatt schürt Erwartungen an den Bericht und gibt dem Leser einen Überblick darüber, was ihn erwartet.

Praktikumsbericht

Praktikumsbericht ©iStockphoto/AntonioGuillem

2. Notwendige Informationen auf dem Deckblatt

Ein gelungenes Deckblatt enthält in der Regel die folgenden Informationen:
– Name des Autors/der Autorin. Hier sollte der volle Name stehen; keine Abkürzungen oder Ähnliches. Die Adresse kann hinzugefügt werden, ist aber kein Muss. Es kommt jedoch darauf an, in welchem Rahmen der Praktikumsbericht verfasst wurde. Schüler müssen ihre Adresse nicht auf das Deckblatt schreiben.
– Name des besuchten Unternehmens. Auch hier sollte der vollständige Name des Unternehmens genannt werden. Ebenso ist hier die Nennung der Adresse notwendig und gewünscht.
– Zeitraum des Praktikums. Selbsterklärend: Dadurch erhält der Leser Informationen darüber, wann das Praktikum absolviert wurde und wie lang es dauerte.
– Titel des Berichts. Dieser sollte möglichst zentral auf dem Deckblatt stehen. Er sollte Informationen zur Tätigkeit im Unternehmen enthalten; ein allgemeiner Titel wie beispielsweise schlicht „Mein Praktikumsbericht“ sind weder sinnvoll noch bieten sie dem Leser einen Mehrwert. Titel im Stile von „Mein Praktikum als Versicherungskaufmann bei der Super Versicherungen GmbH“ hingegen sind präziser und daher vorzuziehen. Möglicherweise wird auch verlangt, dass im Praktikumsbericht eine bestimmte Problemfrage erläutert wird; in diesem speziellen Falle sollte die Frage auf dem Deckblatt auftauchen.
– Abgabedatum. Diese Angabe ist wichtig, damit der Autor nachweisen kann, den Bericht innerhalb einer vorgegebenen Frist eingereicht zu haben. Allerdings sollte das Datum mit dem tatsächlichen Abgabetag übereinstimmen.
– Optional können noch Angaben zur Fachrichtung und zur korrigierenden Person (Name des Lehrers, Dozenten, Professors oder Ähnliches) erwähnt werden, falls der Bericht im schulischen oder universitären Kontext verfasst wird.

3. Foto oder kein Foto?

Viele Autoren zieren ihr Deckblatt mit einem Foto. Grundsätzlich eine gute Idee, denn ein Foto kann das Deckblatt ansprechender und interessanter wirken lassen. Allerdings sollte ein Foto nicht zum bloßen Selbstzweck eingesetzt werden, sondern bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Wichtig ist, dass das Foto aussagekräftig ist. Ein Bild des besuchten Unternehmens, des Arbeitsplatzes während des Praktikums oder ein Bild eines während des Praktikums hergestellten Produkts könnten das Deckblatt aufwerten. Zusätzlich sollte das Bild qualitativ gut gelungen sein. Das heißt, dass es nicht verwackelt, überbelichtet oder zu dunkel sein sollte.
Schließlich sollte das Foto auch vom Autoren selbst stammen. Ein von der Firmenhomepage oder einer anderen Quelle kopiertes Foto ist wenig zielführend; zudem sind die Urheberrechte zu achten.
In diesem Zusammenhang ist auch wichtig zu erwähnen, dass das Anhängen von Bildern im Praktikumsbericht immer mit dem Praktikumsbetrieb abgeklärt werden sollte. Je nach Branche gibt es Schweigepflichten und auch klare Vorgaben, was die Veröffentlichung von Fotos angeht.

4. Gestaltung

Ganz allgemein gilt: Weniger ist mehr. Ein Deckblatt sollte in erster Linie übersichtlich und aufgeräumt sein. Es sollte den Leser nicht mit zu vielen Farben, Schriftarten und ähnlichen Designideen „erschlagen“. Grundsätzlich ist zu beachten, dass eine Schriftart genutzt werden sollte – natürlich sollte der Titel des Berichts in einer anderen Schriftgröße auf dem Deckblatt auftauchen als beispielsweise das Abgabedatum. Aber drei oder mehr verschiedene Schriftarten wirken nicht abwechslungsreich, sondern eher anstrengend für das Auge.

Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel. Ein Praktikumsbericht, der ein Praktikum in einem kreativen Unternehmen wie beispielsweise einer Medienagentur zum Thema hat, darf gerne kreativer gestaltet werden. So weiß der Leser im Idealfall auf den ersten Blick, dass das Praktikum lehrreich war. Doch auch hier sollte darauf geachtet werden, eine Überfrachtung zu vermeiden.

5. Rechtschreibung

Man kann es nicht oft genug sagen: Die Rechtschreibung ist das A und O. Berichte mit zahlreichen Tipp- und Schreibfehlern wirken schlampig verfasst und werden in der Regel schlechter bewertet als fehlerfrei formulierte Texte.
Schlampiges Arbeiten zeigt sich in einigen Fällen bereits auf dem Deckblatt. Da findet sich beispielsweise ein Buchstabendreher im eigenen Vornamen oder der Firmenname wird falsch geschrieben. Natürlich kommt es im Eifer des Gefechts zu Schreibfehlern; doch da man irgendwann „betriebsblind“ wird, was die eigenen Fehler angeht, sollte man eine vertraute Person bitten, den Bericht gegenzulesen – und dabei auch das Deckblatt nicht vernachlässigen!

Die Bereitschaft, einen Text zu lesen, sinkt bereits dann, wenn schon das Deckblatt vor Fehlern strotzt. Daher sollten die Autoren großen Wert darauf legen, Fehler zu vermeiden.

6. Abschließende Tipps

Damit das Deckblatt ein voller Erfolg wird, folgen hier noch einige allgemeine Tipps:
– Zu viel Text vermeiden. Das Deckblatt liefert nur Informationen und darf nicht dazu dienen, ein Abstract oder die Gliederung mitzuliefern.
– Die einzelnen Textbausteine sollten gleichmäßig auf dem Blatt verteilt sein. Informationen zum Autor und dem besuchten Unternehmen stehen oftmals am oberen Rand der Seite, während Abgabedatum und die Angaben zum Fach/der Fachrichtung und zur korrigierenden Fachkraft häufig am unteren Seitenrand Platz finden. Der Titel sollte in der Mitte der Seite stehen.
– Rat von anderen einholen. Gerade bei eigener Unsicherheit ist es hilfreich, andere Personen um Rat zu bitten. Wenn man dabei zu hören bekommt, dass das Deckblatt zu chaotisch/überfrachtet/bunt aussieht, sollte man diese Tipps berücksichtigen und das Deckblatt gegebenenfalls überarbeiten.

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